ARC “Erinnerungsgeschichten, Geschichten von heute“
Oktober/Dezember 2007
Definition: Bei diesem Forschungs- und Kunstprojekt handelt es sich um eine multidisziplinäre Werkstatt, deren Ansatz sich auf eine gemeinsame Problematik stützt.
In diesem Jahr wird diese Werkstatt im Rahmen des internationalen Projektes zwischen den Kunsthochschulen von Trier, Lüttich, Metz und Épinal: „Erinnerungsräume, Architekturen des Krieges in Trier und in der Großregion“ stattfinden. Als krönender Abschluß des Projekts ist zuerst in Metz am 22. März 2007 eine erste Präsentation vorgesehen auf die dann von Oktober bis Dezember 2007 eine Wanderausstellung folgt.
Inhalt: Auflesen, abfragen, die vielfältigen Erinnerungen herausarbeiten, die Orte sprechen lassen, deren Lehren extrahieren, sie unter einem besonderen Aspekt zur Betrachtung anbieten und ihnen eine einfühlsame plastische Form geben, die Bild und Erzählung im weitesten Sinne verbindet. So soll das engagierte Schaffen eines in seiner Zeit fest verankerten Kunststudierenden aussehen.
„Die Orte erinnern sich an die Ereignisse“ James Joyce
Der Ort als Zeuge eines außergewöhnlichen Ereignisses, wichtig genug, um in den Jahresbüchern vermerkt zu werden, prägnant genug, um als Erinnerung von Generation zu Generation übermittelt zu werden.
Es sind eben Orte, die sowohl von Erzählungen geprägt werden, als auch von Spaziergängern besucht werden.
Ein Ort, der damals Wirklichkeit war und heute erdacht wird, der aber genau so reich an Bedeutungen bleibt.
Wie kann ich das, was ich weiß, was ich sehe, was ich empfinde miteinander verbinden?
Wie bringe ich heute, im Jahre 2006, diesen Ort zum sprechen, ohne unweigerlich dabei die tragischen Elemente zu interpretieren, die dort geschahen?
„Die wahre Entdeckungsreise besteht nicht darin, neue Landschaften zu entdecken, sondern neue Augen zu haben“, schrieb Proust.
Es geht nicht darum, die Landschaft, den Ort als Objekt des Gedenkens sprechen zu lassen, sondern unsere Wahrnehmung und somit unser Weltbild zu bekunden.
Mittel:
- Theoretischer und reflexiver Ansatz (historische und künstlerische Anhaltspunkte, in Form von Filmvorführungen, Vorträgen und Podiumsdebatten)
- Fahrten und gezieltes Entdecken vor Ort : Besichtigung der Orte (verschwundene Dörfer)
- Inter-schulisches Treffen in Trier, Ende Oktober Aufschreiben von Notizen, Auflesen von Elementen, Nachforschungen und Arbeitswege festhalten, und dabei so etwas wie ein“ Fahrtenbuch“ erstellen, das aufschlussreich sein soll, für die ausgewählten Vorgehenswege des Studierenden und der Entwicklung seiner Arbeit.
Auswertung: Persönliches Engagement, aktive Anwesenheit in der Werkstatt und Regelmäßigkeit der Treffen im Laufe der Fortentwicklung des Projektes.
Weiterausdehnung der Untersuchungen und Experimente, die dem Projekt erlauben, öffentlich zu werden.
Relevanz des Projektes und künstlerisch plastische Qualitäten der ausgeführten Arbeiten.
Erfolgreicher Umgang mit den eingesetzten Mitteln. |