ERINNERUNGSRÄUME –
Topografien der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit

Architekturen des Krieges in Trier und in der Großregion

Ein multidisziplinäres Projekt im Rahmen von Kulturhauptstadt Luxemburg und der Großregion 2007

KOLLOQUIUM
am 28. Oktober 2006, von 10h00 bis 18h00  

Fachhochschule Trier
Paulusplatz 4
D- 54290 Trier

Programm

10h00 bis 10h30
Begrüßung

Präsident der FH Prof. Gert Hoffmann  Text als pdf
Dekan FB Gestaltung FH Johannes Conen       
Kulturdezernent der Stadt Trier Ulrich Holkenbrink   Text als pdf

10h30 bis10h45
Allgemeine Einführung – Gastgeber in Trier eröffnen das Gespräch

PD. Dr. Christina Threuter        Text als pdf
Prof. Anna Bulanda-Pantalacci   Text als pdf
Bernd Weihmann, Leiter Bürgerhaus Trier-Nord   Text als pdf

10h45 bis 13h00 Kurzvorstellung der Projekt-Partner
Kunsthochschulen aus Metz, Epinal und Liège

Mittagspause (13h00 bis 14h00)

14h00–14h30 Vortrag
Erinnerungsräume – Architektonische Räume
Mahnmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin und Passagen von Dany Karavan in Portbou
(Prof. Marion Goerdt, Köln – Frankfurt – Trier)           

14h30-15h15 Vortrag
Der Erinnerung einen Raum geben – Kunst als Gedächtnismedium
(Dr. phil. habil. Christiane Keim, Berlin)           

Der Vortrag verfolgt das Ziel, die theoretisch-begrifflichen Horizonte des Projektes Erinnerungsräume zu erläutern und den im Konzept abgesteckten Rahmen durch exemplarisches Anschauungsmaterial zu visualisieren.
Insbesondere soll dargestellt werden, auf welche Weise und in welcher Form Kunst als Erinnerungsmedium wirksam werden kann.
Anhand von Beispielen aus dem 19. Jahrhundert, wie Anton von Werner und Eugène Atget, sowie der Gegenwartskunst, wie Martha Rosler, Maya Lin u.a., zum Thema Krieg und Narrationen des Nationalen soll vermittelt werden, dass Kunstwerke
unterschiedliche und teilweise konfliktreiche Erinnerung(en) bewahren,
materielle und immaterielle Räume des Gedächtnisses an Ereignisse, Personen und Orte schaffen und sowohl offizielles (nationales) Gedächtnis strukturieren wie Gegen-Erinnerungen zum Ausdruck verhelfen.

15h15-15h45
Projektbezogene Gruppenarbeit der Studierenden

  • Welche Bedeutung kann militärischer Raum für nationale Identität haben?
  • Umgang mit einem schwierigen Erbe: Wie wird das Thema Westwall, Maginotlinie, Befestigungsarchitektur in den Militärmuseen präsentiert?
  • Getrennte oder geteilte Erinnerung? Die Frage nach dem Umgang mit einem gemeinsamen Erbe?
  • Wie stellt sich der Mythos Westwall aus heutiger Sicht dar?
  • Was verbindet man mit diesen Orten? (Frage nach der „Authentizität des Ortes“ und dem „Gedächtnis der Dinge“)
  • Welche Bedeutung haben die militärischen Relikte für die Landschaft?

15h45–16h30
Plenum- Austausch und Diskussion der Gruppenarbeit

16h30-18h00 Kaffeepause und Tour de Table
- Runder Tisch der Dozenten und Kooperationspartner zu den Zielen und Erwartungen an das Projekt:

  • zum konstitutiven Bezugsrahmen für ein soziales Gedächtnis
  • zu kritischen Interventionen in kulturell geprägte Räume anregen
  • zur Initiierung aktiver, grenzüberschreitender Erinnerungsarbeit 
  • zum überregionalen Dialog zu nationalem Erbe und Identitätsfragen befördern

*Zur Exkursion und zum Kolloquium wird ein zweisprachiger Ausstellungskatalog erscheinen

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